Das Leben ist ein Rätsel

Beiträge mit Schlagwort ‘Takayama’

was? 30 Wasserfälle?

Und gleich noch ein Post hinterher, weil ich sonst nie alles niedergeschrieben bekomme.

Dieses mal geht es um einen Tagesausflug den wir von Takayama aus gemacht haben und zwar nach Kokufu. Über die kleine Stadt an sich kann ich nicht viel sagen, wir waren in den Bergen nahe der Stadt und haben uns die Wasserfälle angeschaut. Kokufu wird auch „die Stadt der 30 Wasserfälle“ genannt. Ob es wirklich so viele Sind kann ich nicht beschwören, aber es war schon ziemlich viel. Im großen und ganzen ist es ein Strom der den Berg hinunter fließt und dabei mehrere Wasserfälle bildet.- Habe es übrigens geschafft auf reiner Dummheit in einen hineinzufallen… und meine Kamera ein wenig in Mitleidenschaft zu ziehen. Mal sehen ob sie Japan überlebt…

Wie auch immer, genießt die Fotos, denn viel dazu sagen muss ich wohl nicht mehr.

Um euch einen Überblick zu geben wie viele Wasserfälle es gibt und wie lange es gedauert hat da hoch zu kommen. Aber nun zum interessanten Teil!

Der unterste Wasserfall, ich werde die Namen aber weglassen, die sagen euch eh nichts (mir auch nicht ^^*) den von diesem weiß ich nicht einmal mehr ^^*

Auch wenn kein großer Wasserfall da war, war der Bach mit einen Moos bedeckten Steinen doch sehr interessant zu sehen!

hier sind zwei Wasserfälle sehr kurz hintereinander, war nicht leicht, das Bild so hinzukriegen, dass man beide sieht.

Und an diesem Wasserfall (Aori Taki) ist ein kleiner Schrein angebracht. Frage mich wer es geschafft hat den da anzubringen und wie er in Stand gehalten wird…

Leider trotz Sonnenschein kein Regenbogen, na ja, man kann nicht alles haben.

und da dir Wasserfälle so weit oben im Berg waren gab es auch eine berauschende Aussicht!!!

Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass das bei weitem nicht alle Wasserfälle waren aber das soll hier genügen da der Post sonst zu lang wird.

Was it so toll an den Geschäften in Takayama

Wie bereits erwähnt ist es eine wahre Freude durch die Geschäfte Takayamas zu schlendern. Der Grund dafür ist dass es, obwohl es viele Omiyage (Mitbringsel) Läden gibt alles sehr individuell sind. außerdem gibt es viele Handwerker, insbesondere lackiertes Holz ist eine Große Sache in Takayama.

Es fühlt sich in vielen Läden ein wenig so an, als würde man durch ein Museum gehen, da die Läden in den alten Häusern sind und oft Traditionelle Handwerkskunst verkaufen, natürlich zu unerschwinglichen Preisen, aber es ist dennoch schön, sich umzusehen.

Es gab aber auch sehr ausgefallene Läden, alles von Juwelieren über Tuchläden oder sonstigen konnte man finden. Jedes Geschäft war wirklich einzigartig!

Wie etwa diese Hand-gemachten kleinen Stofftiere. Die Reihe sind übrigens die Chinesischen Tierkreiszeichen.

Ein Laden den ich sehr gerne mochte hatte Steine und Schmuck aus Steinen, wobei es schwierig war nicht zu Lachen weil die Verkäufer in diesem Laden besonders gerne  „Irasshaimase“ gesagt haben, was an sich nichts ungewöhnliches ist (heißt soviel wie „herzlich Willkommen in diesem Laden“) aber die Art WIE die es gesagt haben war sehr schon, da E am ende war extrem langgezogen und ging immer höher im Ton. Teilweise kam auch nur „seeeeeee“

Ihr sehr die Läden sind echt schön ein gerichtet, wobei ich glaube ein Paar Leute die ich kennen hätten Schwierigkeiten sich nicht die Köpfe an den Balken zu stoßen. Gut, dass ich so klein wie die Japaner bin!

In einem anderen Laden hatten sie die nette Idee Eulen aus Baumrinde zu machen! Die waren so süß, ich hätte mir beinahe eine gekauft, aber na ja, ich kann ja nicht alles kaufen, was ich gerne hätte, und überhaupt wo sollte ich das ganze zeug hinstellen?

In dem selben Laden hatten sie allerdings auch sehr modernes zu bieten. Sicher kennen einige so Männchen, die aus Schrauben und so was gebastelt werden. Dieser Laden hat das auf eine neue Ebene gebracht.

Ein Alien in Takayama.

Es gab noch viel mehr interessante Läden aber das soll als kleiner Ausschnitt genügen.

Wie haben Bauern gelebt

Am Sonntag waren wir in Shirakawa Go.

Es ist realtiv dicht bei Takayama, ein wenig weiter oben und eine Unesco World Heritage Site. Es ist der einzige Ort in Japan wo man noch eine bestimmte Art von Gebäuden sieht, die im laufe der Modernisierung immer weniger geworden sind.

Diese Häuser heißen „Gassho-zukuri“ was so viel heiß wie „gebaut wie betenden Hände“ was sicherlich von den Dachbalken herrührt die extrem Dick und Robust sind, damit sie den vielen Schnee im Winter standhalten können.

Wir waren im Dorf Ogamachi, es hat die meisten noch stehenden Häuser und ist am einfachsten mit dem Bus zu erreichen, es gibst allerdings auch noch einpaar andere Dörfer, die sich die Mühe machen diese Häuser instand zu halten. Das ist eine ganz schöne Arbeit, wenn man nur mal auf die Dächer schaut die regelmäßig neu gedeckt werden müssen!

Einige Häuser wurden zu Museen umfunktioniert. Es kostet 300 yen sich eines anzusehen, wir haben es auch bei einem belassen.

So konnten wir etwa sehen, wie die Dächer aufgebaut sind. Ihr seht es wurde überhaupt kein Metall verwendet, alles ist zusammengeschnürt und zwischen dem Strohdach und den Stützen ist keine Wand oder ähnliches. Es ist Architektonisch echt interessant gewesen.

Das Zentrum der Häuser ist die Feuerstelle in der Mitte des größten Raumes. Der Rauch wurde genutzt um Taue und Tücher gegen Insekten zu schützen. Natürlich muss die Feuerstelle extrem gut geschützte sein, immerhin ist alles aus Holz. Rauchen war übrigens in der Nähe der Häuser verboten.

Dazu kam dann meistens noch ein Altar und je nach Größe des Hauses Schlaf- und Gästezimmer sowie Vorratsräume und der gleichen, fast alles mit Tatami Matten ausgelegt.

Wir hatten übrigens auch hier das Glück dass Sakura noch geblüht haben,wobei diese im Dorf nicht gerade gut platziert waren. Es war relativ schwierig Fotos zu machen in denen Sakura und auch Häuser gut zu gesehen sind.

Das Bild habe ich in einem kleinen Museums Dorf gemacht in dem es mehrere dieser Häuser die gut erhalten waren hab und gute Möglichkeiten Fotos zu machen auch. Das Haus ist übrigens nicht abgeschnitten, im Gegensatz zu den anderen Häusern besteht dieses nur aus dem Dach. Es war keine permanente Residenz sondern eine Art vorübergehende kleine Behausung.

Was ist ein Saru Bobo

In Takayama ist mir etwas sehr seltsames Untergekommen, was es nur dort in der Gegend gibt: Saru Bobo!

Das es recht schwer zu beschreiben ist zeige ich es am besten einfach:

Man kriegt diese Viecher in allen Farben und Größen. von kleinen Glasfiguren über Schnitzereien, Schlüsselanhänger oder sonstiges was ihr euch überlegen könnt. Ich würde es schon als Stadt Maskottchen bezeichnen, wobei es die in der gesamten Hida Region gibt.

Und es hat etwas auf sich mit den Gesichtslosen roten Püppchen. Fangen wir erst mal mit dem Namen an. Saru heißt Affe. Ich persönlich sehe keine große Ähnlichkeit zu einem Affen, aber tatsächlich soll es ein Affenbaby darstellen. Es gibt Varianten in denen ein Affe zu erkennen ist, aber genauso gibt es Varianten in denen ein Schweine Gesicht oder ähnliches ein gearbeitet wurde.

Die Saru Bobo Puppen haben sich aus einen Brauch entwickelt, sie werden Traditionell von der Großmutter zur Geburt der Enkelin gemacht und der Enkelin geschenkt. Es Soll Glück bringen und das Kind beschützen. Oder die Mutter macht eine solche Puppe zur Hochzeit der Tochter was eine Glückliche Ehe und eine einfach Geburt herbeibringen soll.

Allgemein wir es heutzutage aber mehr als Maskottchen, als als Glücksbringer genutzt, auch wenn man Erklärungen, was es mit ihnen auf sich hat überall finden kann.

Das also sind Saru Bobo.

Warum schon wieder Takayama

Für alle die es nicht wissen, ich war schon einmal in“ title=“Takayama“ target=“_blank“>. Ich habe mich in dem Post aber nur auf das Matsuri beschränkt, was nicht das Einzige ist, was diese Stadt zu bieten hat.

Da wären zum einen die Alten Häuser, die noch immer in großer Zahl erhalten blieben sind. Leider sind in diesem Foto doie Blüten noch nicht offen ich habe Postkarten damit gesehen und es ist wunder schön! Zu dumm, ein wenig zu spät.

Aber dafür nicht zu spät zumindest einpaar Spät-blühende Sakura zu sehen! Wie etwa hier an der Kabayashi Brücke.

Die im dunkeln auch sehr schön beleuchtet wird,m jedenfalls im Frühling. So wie ich das verstanden habe machen die das Tatsächlich nur im Frühling, warum auch immer.

Überhaupt ist Takayama bei Nacht sehr angenehm. Zwar machen die Geschäfte alle leider sehr Zeitig zu – zu den Geschäften komme ich in einem anderen Post, die sind echt was besonderes! – aber dafür sind die Straßen nicht so voll und es ist angenehm ruhig.  Wir hatten noch das Glück zum Vollmond da zu sein, seht einfach selbst:

Wobei ein Foto wirklich kein Vergleich zur Realität darstellt muss ich sagen.

Ihr seht also, das Takayama eine wirklich schöne Stadt ist, und das war noch längst nicht alles, aber um es ein wenig geordnet zu haben und auch Zeit heute noch etwas anderes zu tun soll es dabei bleiben.

Warum schreibe ich erst jetzt

‚Tut mir Leiid, dass ich mich die Woche nicht gemeldet habe, das WiFi in der Jugendherberge war schlechter als erwartet.

Die letzte Woche war Golden Week. Da nicht jeder der das hier ließt weiß was das ist gibt es dazu erst einmal eine kleine Erklärung:

Golden Week ist eine Ansammlung von Japanischen Feiertagen, da wäre der 29.4. der Showa Tag, früher Grüner Tag, dann der 3.5 der Verfassungstag (Kempou Kinen-bi), der Grüne Tag (Midori no hi), und schließlich der 5. der Kindertag (Kodomo no hi)

Es ist eine sehr wichtige Woche in Japan, natürlich versuchen viele Angestellte die Tage zwischen den Feiertage frei zu kriegen, da Japanische Angestellte extrem wenige Ferientage im Jahr haben (das geht runter bis zu 4!) und somit ist Golden Week eine der Hochsaison Zeiten für Japaner zum Verreisen (Ansonten ist da noch Obon, wo viel verreist wird).

Normalerweise kriegen Schulen und Unis gleich die ganze Woche frei, selbst wenn, wie dieses Jahr, 2 Tage in der Woche nicht frei sind, aber dieses Jahr wurde leider darauf verzichtet. Ich hatte also Dienstag und Mittwoch Uni aber immerhin zwei lange Wochenenden.

Am letzten Sonntag war ich etwa im Aquarium, werde dazu auch noch einen Post on stellen. Das richtig lange Wochenende von Donnerstag bis Sonntag war ich jedoch verreist, in Takayama, und was ich da die Tage über gemacht habe werde ich in mehreren einzel Posts über die Woche verteilt berichten.

Was ist ein Matsuri II

Heute waren ich und eine Freundin in Takayama zu einem Landesweit sehr berühmten Matsuri, wer den ersten Beitrag zu Matsuris gelesen hat wird wissen das damit gemeint ist, für alle anderen: Ein Festival, meistens an einem Tempel um der oder den Entsprechenden Gotteheiten zu huldigen. Dies Involviert meinsten sogenannte Yatai (Festwagen), wie etwa schon in Inuyama zusehen war. Die Yatai in Takayama sind jedoch etwas ganz besonderes! Sie wurde von der Regierung als Japanisches Erbe bezeichnet und sind mit die schönsten ihrer Art in Japan. Nur zweimal im Jahr zum Natsu Matsuri (Frühlingsfest) und Aki Matsuri (Herbst Fest) werden hier herausgeholt und zur schaugestellt, ansonsten kann man sie gegen Geld aber auch so bewundern.

Besonders beeidruckend sind die vielen Schnitzereien und Verzierungen die extrem hinein gearbeitet sind.

Und alle Yatai sind anders und einfach nur einzigartig! Leider kann ich nicht alle Fotos einstellen und ich bin nicht mal dazu gekommen mir alle Yatai in Ruhe anzusehen.

Das ist also die eine Sache, die dieses Fest so berühmt macht es gibt jedoch noch zwei weitere Ereignisse die sicher zu den Höhepunkten gezählt werden können und eines davon ist der Mikoshi Umzug. Es handelt sich dabei um eine Prozession von einheimischen die einen tragbaren Schrein durch die Stadttragen, also quasi die Gottheit „ausführen“ wenn man so will. Dies wird von Trommeln sowie Flöten begleitet und ist ein ziemlich langer Zug

Und ein wieteres Highlight ist schließlich die Karakuri Show gewesen. Wobei ich sagen muss, dass ich keinen sonderlichguten Platz hatte, aber zunächst: was ist Karakuri? Karakuri ist eine Marionetten Show, nur dass die Marionetten Menschen Groß sind und von vielen Menschen bedient werden müssen. Tatsächlich ist Takayama für seine Marionetten bekannt. Zum Festival werden sie auf einigen der Yatais an einer Brücke (pro Yatai eine Puppe), um den Kami zu huldigen, wie alles in diesem Fest. Ich konnte nicht alles sehen noch habe ich die Erklärung des Stückes verstanden aber irgendwie beeindruckend und außergewöhnlich war es schon. aber seht selbst:

Ich bin jedenfalls froh es gesehen zu haben!