Das Leben ist ein Rätsel

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Wie war das nochmal mit Japanern und Englisch

Heute mal ein wenig ein fun post, hoffe er gefällt euch.

Obwohl in japan doch nichtunbedingt wenige Muttersprachler leben, auch sicher einiege die für Übersetzungen zuständig sind, findet man in Japan die eigentümlichsten Schilder und Schriftzüge auf Englisch, die einfach keinen Sinn machen. Geht los bei Rechtschreibung, etwa wenn im Geschäfft „New allival“ statt „new arrival“ steht bis hin zu anderen obscuritäten, die ich euch jetzt präsentieren will

Viel Spaß

Wie etwa dieses Schild in der Subway auf dem, wenn ihr es vergrößert könnt ihr es da unten klein gedruckt auch lesen: Be carfeul of Hands near door pocket“ steht.

Was auch immer genau eine Doorpocket ist und warum auch immer da Hände sind vor denen man sich in Acht nehmen muss. XD

Dieses Schild sehe ich momentan jeden Tag, denn es ist vor unserem Appartment Gebäude am Eingang. Ich versuche mich ja selbst zu beobachten aber wenn ich nicht dauernd in nen Spiegel gucken will geht das so schlecht…

Hier versteht man immerhin die Nachricht die rüber gebracht werden soll, auch wenn die Gramatik mehr schlecht als recht ist…

Und hier noch ein schönes Beispiel von einer Einkaufstüte „Your trip becomes pleasant. We are hoping for the day when it can see again.“

Ich habe von jemandem von einem noch viel seltsameren Schild gehört leider kriegei ch esn icht mehr zusammen…. aber na ja ihr kriegt das Bild von Englisch hier. Warum für so allgemeine Schilder wie etwa in der Subway keiner beauftragt wird der Englisch kann (ist ja nicht mal so schwer „be carefull with you hands when the door closes“ oder sowas) aber na ja… mehr spaß für Touristen, jedenfalls in den Fällen wo es für die keine negativen Consequenzen hat, was bei mir bisher nicht der Fall war.

Wer ist „Niki-san“

Es ist ein wenig seltsam und ich muss immer schmunzeln, wenn ich so genannt werde. Da mein Name in Japanischen schwer auszusprechen ist hasbe ich den meisten gesagt sie sollten mich einfach Niki nennen, was wesentlich leichter von der Zunge geht.

Niki ist nun aber eher ein Spitzename (den ich im Übrigen allen die ihn aussprechen können verbiete) also etwas unter Freunden. Dementsprechend klingt es schon sehr lustig wenn jemand aus dem Club mich „Niki-san“ nennt. Dabei sage ich allen imemr dass das „san“ ohnehin nicht nötig ist.

für alle die es nicht wissen, san ist in Japanischen ein Höflichkeitssuffixdas an Namendrangehängt wird. Meistens benutzt man es entweder wenn man jemanden gerade erst kennengelernt hat (dann meistens auch mit dem Familiennamen der entsprechenden Person) oder wenn man mit jemanden redet der höher gestellt ist als man selbst. Oder uach mit flüchtigen bekannten. Es gibt noch einpaart mehr solche Suffixe, etwa „senpai“z.b. für Schüler die älter sind oder auch Clubmitglieder die schon fortgeschritten sind, oder „sensei“ für Lehrer oder sonst wie gebildete Leute (z.b. Ärtzte o.ä.)

Mit den meisten Clubmitgliedern, außer den Senpai, benutzt ich informelle Sprache nenne manche sogar „chan“. Umsoerstaunlicher ist die Hartnäckigkeit dieses Mädchens mic h „san“ zu nennen, gepart mit einem Spitznamen! Ich finds herrlich XD

Das ist Japan wie es leibt und lebt.

 

Wie unterschiedlich können zwei Sprachen sein

Es fehlt zwar noch eine Menge zu Kyoto aber das ist etwas über das ich gerade unbedingt schreiben will.

Mir ist in der Zwischenzeit sehr viel über die Japanische Sprache, im Kontrast zu Europäischen, aufgefallen. Die Wortarten funktionieren im Japanischen anders als im Deutschen, was es schwererer macht sie richtig zu benutzen.

1. Nomen

Nomen sind Nomen, sie funktionieren im Grunde ähnlich wie wir es kennen, außer dass es keinerlei Artikel gibt weder bestimmt, noch unbestimmt. Noch gibt es Mehrzahl oder Einzahl. Allerdings kann man oft sehr schnell und einfach aus einem Nomen ein Verb machen in dem man „wo shimasu“ dran hängt. Also schauen wir uns mal die Wortgruppen genauer an:

2. Adjektive.

Hier wird es schon komplexer, denn es gibt zwei Arten von Adjektiven die anders funktionieren. Allgemein kann man Adjektive nicht wie im Deutschen steigern. Es gibt also nicht „kalt – kälter – am kältesten“. Es ist mehr wie manchmal im englisch „more …“ und „most…“ ausgedrückt durch „motto“ (mehr) und „ichiban“ (am meisten).

Also zu den zwei Arten:

a. I-Adjektive

sind Adjektive die mir einem i aufhören. Etwas „kurai“ (dunkel), samui (kalt) oder tsumaranai (langweilig). Man kann sie quasi wie Verben benutzen, was mich immer irritiert. In der Höflichen Form sagt man zwar „samui desu“ (desu = ist) aber in der Höflichkeitsleerenform geht auch einfach „samui“ und nicht etwa „samui da“ (da = Höflichkeitsleereform von desu). Außerdem werden sie konjugiert, es gibt eine Negativform „samukunai“ eine Vergangenheitsform „samukatta“ und eine Negative-Vergangenheit „samukunakatta“ und vielleicht noch mehr die ich nicht kenne…

Man sieht also, dass sie sehr aehnlich zu Verben funktionieren.

b. na-Adjektive.

sind Adjektive, die mit na enden, etwa „kireina“ (schoen) „genkina“ (gesund) oder „benrina“ (praktisch). Meiner Meinung nach funktionieren sie eher wie Adejektive, wie wir sie kennen. Man benoetigt immer ein Verb, also in der Höflichenform „kirei desu“ oder in der Hoeflichkeitsleerenform „kirei da“ „kirei deshita“ (deshit = war) „kirei janai desu“ (nicht schoen) und „kirei janai deshita“, by\zw mir „da“ in der informellen Sprache.

3. Verben.

Verben sind in drei Gruppen eingeteilt die alle anders konjugiert werden. Wobei wir hier nicht von konjugieren im deutschen Sinne reden. Es gibt kein „ich bin, du bist, er ist,…“ es ist immer „desu“ „watashi desu, anata desu, kare desu,…“ Es geht hier nur um Hoeflichkeuitsformen, verneinung, vergangenheit etc.

Die erste Gruppe sind Verben die in der masu-Form mir i enden. Ein Beispiel wären „kikimasu“ (fragen). Masu ist die Höflicheform von der Wörterbuchform. Diese Verben verlieren ihr „masu“ und der letzte Laut wir ein u also „kiku“ in der nai-Form (Verneinung) wird aus dem letzten Buchstaben ein a also „kikanai“ (ist höflichkeitsleer, höflich wäre aus masu masen zu machen) und in der te-form gibt es tausend unterschiedliche Regeln da wird die Gruppe in drei Gruppen unterteilt und so sehr will ich nichts ins Detail gehen. „kiku“ wird in dem Fall zu „Kiite“

die zweite Gruppe sind Verben. die in der masu Form mit e enden, wobei es auch Ausnahmen gibt die mit i enden. Sie sind die einfachsten! „tabemasu“ etwa wird in der Grundform zu „taberu“ und in der te Form zu „tabente“. Ihr seht man muss nur das letzte Morphem austauschen und sonst nichts verändern.

Die dritte Gruppe sind die zwei Aussnahmen, die sich an keine Regeln halten „shimasu“ und „kimasu“ aber ich lasse die heute mal ein wenig außen vor.

Also gut, noch scheint alles ja mehr oder minder Sinn zu machen nicht wahr? Außer das Adjektive wie Verben funktionieren können ist alles mehr oder minder normal. Das ändert sich in der nai-Form denn dann begintn das Verb sich wie ein I-Adejektive zu verhalten! Die verneinte Vergangenheitsform ist etwa „tabenakatta“ und auch in einigen Nutzungen muss man umdenken, um das verneinte Verb korrekt wie ein I-Adjektiv zu benutzen. Das ist dann schon verwirrend und etwas gewöhnungsbedürftig.

Auch ist es rein Linguistisch gesehen nicht so einfach die Wortgruppe zu identifizieren wie unsere. Im Deutschen kann man eine Wortgruppe alleine daran identifizieren ob und wie dekliniert wird, doch das geht im japanischen nicht, oder zumindest anders. Wie das Beispiel der Adjektive zeigt, im Deutschen gilt dass alles was komparierbar ist ein Adjektiv ist, sprich man kann „schnell, schneller, am schnellste“ bilden, doch das geht nicht wirklich im Japanischen. Die Adjektive an sich sind nicht deklinierbar, sie benötigen zusätzliche Wörter um komparierbar zu werden.

Auch spannend ist, dass es nicht wirklich eine Zukunftsform gibt. Man kann ein Zeitwort benutzen, wie etwa „nächste Woche“ aber das Verb bleibt ein Verb der Gegenwart also z.b. „raishu (naechste Woche) watashi (ich) ha tesuto (test) ga arimasu (haben)“ Nächste „Woche habe ich einen Test“ gibt es bei uns ja auch aber im japanischen kann man nicht „Nächste Woche werde ich einen Test haben“ ausdrücken. Es gibt zwar eine Form wie „werden“ in dem man das Verb „narimasu“ verwendet, doch dies beschränkt sich auf die Veränderung eines Zustandes „Atsukunarimasu“ „es wird warm“.

Kein Wunder dass es uns schwer fällt diese Sprache zu lernen und auch andersherum!

Es gibt noch viel mehr Unterschiede, aber das soll fürs erste reichen.

Warum ist Kanji lernen so schwer für mich

Die Zwischenprüfungen stehen an und dazu gehören auch alle bisher „gelernten“ Kanji. In den Kurztests mache ich immer nur kleine Fehler und kann alle Kanji, aber die bisher gelernten sind shcon längst wieder vergessen! man lernt Kanji eben durch benutzen.

Kanji lernen ist aber auch fürs Kurzzeit Gedächtnis eine Aufgabe und ich muss es dann ja auch noch auf englisch lernen was das alles durchaus eine Stufe schwieriger macht. Ich will hier mal ein paar Beispiele geben, denn wer keine Ahnung von Kanji hat kann es wohl kaum nachvollziehen.

Das Problem beim lernen von Kanji ist für mich Schreibung, Ausspracheu nd bedeutung zu lernen. Dies wird besonders dadurch erschwert, dass ein und das selbe Kanji nicht nur unterschiedliche aussprachen haben kann, sondern auch noch unterschiedliche Bedeutungen! Wenn man über Kanji ließt heißt es immer es gäbe zwei Aussprachen, die japanische und die chinesische. Wenn man mich fragt totaler Quatsch! Es gibt oft wesentlich mehr Aussprachen. Um mal das einfachste Beispiel zu nehmen: 日 hi = Tag, aber: 日曜日 der Sonntag wird nichi-you-bi ausgesprochen. (ich mache die – um zu verdeutlichen welches Kanji wie gesprochen wird) damit haben wir schon mal drei Arten dieses Kanji zu lesen. Noch ein Beispiel von den Kanji die ich gerade lerne ist 親, 親しい das erste wird „oya“ gesprochen und heißt Elternteil, so gibt es etwas 父親 chichi-oya (Vater) und  母親 haha-oya (Mutter). Das zweite hat kein weiteres Kanji enthalten sollte der Regel nach also oya-shii ausgesprochen, wird es aber nicht! Es wird shita-shii ausgesprochen und heißt „intim“. Mit dem selben Kanji gibt es dann noch 親切な shin-stesu-na was freundlich/nett heißt, also eine dritte aussprache.

Tatsächlich hat ein einfaches Kanji wie 下 shita (unten) ewig viele aussprachen je nachdem in welchem Wort es vorkommt! Das macht es ungemein schwerer Kanji zu lernen denn selbst wenn man ein Kanji erkennt heißt es nicht, dass man sich die Aussprache merken kann und oft kann man sie auch nicht von schon bekannten Kanji mit dem selben Kanji deduzieren weil sie vollkommen anders ist!

Auch die Zusammensetzung mancher Wörter ist etwas wirr und man fragt sich warum die so zusammengesetzt sind, etwa 夫人 fu-jin, heißt Mrs. Madam oder bei und Frau … aber der erste Teil ist das Kanji für Ehemann (das zwei für Person). Man kann es zwar damit erklären dass die Frau ja geheiratet hat, also einen Ehemann hat, aber es gibt ein Kanji für Ehefrau und zwar 妻 tsuma. Es würde doch Sinn machen dieses zu verwenden immerhin signalisiert es ebenfalls den Status der Verheiratet-seins.

Auch schön ist 青信号 ao-shin-go, was „grünes Licht (bei einer Ampel) bedeutet, aber ao heißt blau. Und es ist nicht so als wären die Ampeln hier blau wenn man die Straße überqueren darf, auch hier werden sie grün. Warum es also so gebildet wird ist mir ein Mysterium.

So viel also zu meinem Kanji lernen hier, es ist wirklich frustrierend kann ich nur sagen und ich komme echt nicht hinterher. Aber ich kann immerhin ein paar mehr als bevor ich hergekommen bin.

Wieso dürfen Frauen das nicht

Eine Erfahrung die ich in Japan gemacht habe ist das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen. Sie scheinen in völlig anderen Kulturen zu leben, die gesamte Sprache ist anders wenn man mit Männern und Frauen redet!

Tatsächlich meinte eine Japanerin erst kürzlich zu mir, dass es schwierig sei, mit Jungs zu reden und sie zu verstehen. Es gibt also tatsächlich eine Sprachliche Differenz, die Geschlechter von einander trennt, genauso wie es sonst mit Sozialen Schichten oder Altersunterschieden der Fall ist.

So lerne ich etwas eine Imperativ-Fom die angenehm kurz und bündig ist etwa こい (koi), statt 来てください (kitekudasai) was soviel heisst wie „Komm“, aber das erste kann nur von Männern genutzt werden! Man kann zwar auch 来て (kite) ohne das ください (kudasai) benutzen aber von Frauen wird eigentlich beides erwartet.

Auch „ich“ ist unterschiedlich je nach dem ob es ein Mann oder eine Frau sagt. ぼく (boku) oder おれ (ore) wir nur und ausschließlich von Männern benutzt. ぼく ist dabei das formellere, おれ wird nur unter Freunden benutzt. Mädchen hingegen sagen わたし (watashi) was Jungs auch benutzen dürfen, manchmal わたくし (watakushi), sie haben eigentlich keine wirkliche informelle Anrede, jedenfalls keine, die ich kennen würde.

Überhaupt ist die Sprache für Frauen wesentlich formeller und höflicher, was schon viel über das Bild der gewünschten japanischen Frau aussagt. Sie ist ruhig, höflich, eine vollendete Gastgeberin, sie befiehlt nicht, sie erträgt.

Es ist auch immer noch so, dass Mädchen nicht wirklich großartige Karrieren in Betracht ziehen, eine erfolgreichere Karriere, oder in die Politik gehen ist für die Mehr zahl undenkbar. Lehrerin oder dergleichen sind die häufigsten Berufswünsche, bei der Frage, ob sie sich eine Frau als Ministerin vorstellen könnten stößt man auf verwundertes schweigen.

Zu meiner eigenen Meinung dazu:

Es nervt ein wenig. Es ist nicht so, als hätten sich irgendwelche Jungs oder Mädchen mir komisch gegenüber verhalten oder so was, aber man merkt es einfach, dass es zwei verschiedene Welten sind. Ich habe auch meine Probleme mit den Mädchen, aber ich glaube darüber schreibe ich ein andern mal ausführlicher wenn es um die Kleidung geht 😉

Es nervt, dass ich Formen lernen muss und nicht anwenden darf, oder wenn ich sie anwende doof angeschaut werde, weil es sich ja nicht gehört für eine Frau. Das gilt im übrigen auch auf anderes benehmen, etwa wie man sich hinsetzt, kleidet und dergleichen.

Es ist ziemlich komplex muss ich sagen und ich habe sicher noch nicht alle Facetten durchschaue, aber es ist auch irgendwie spannend. Aber auf dafür wäre ich wohl vor allem genervt.

Wie läuft der Unterricht

Um euch mal auch über meine Uni-Leistungen auf dem Laufenden zuhalten:

Es ist ziemlich viel Arbeit zwei Japanisch Kurse zeitgleich zu machen! Ich muss viele Vokabeln lernen, wobei ich die meisten dann nur für den Test kann, und natürlich auch Kanji, wobei ich die auch schnell wieder vergesse >.>

Besonders gemein sind die Hausaufgaben. Die Aufgaben sind wesentlich schwerer, als die Aufgaben, die wir im Unterricht machen, selbst bei den A Hausaufgaben mache ich meistens eine Aufgabe richtig falsch. In B verstehe ich manche Aufgaben nicht und sitze dann zwei Stunden daran die sätze überhaupt erst mal zu übersetzen… und das teilweise falsch, da wir bei Verben, die wir einsetzen müssen etwa nicht die Wörterbuchform kriegen, und ich die andere Form nicht suchen kann! Das erschwert das alles doch erheblich.

In den Tests schneide ich relativ OK ab, meistens kleinere Fehler, aber nichts Weltbewegendes. Tja, so sieht es also bei mir aus… bin mal gespannt, wie viel tatsächlich hängen bleibt…

Wie fühlt man sich als Analphabet

Diesen Post wollte ich schon eine Weile machen und immer ist etwas dazwischen gekommen. Aber endlich habe ich Zeit.

Eine der sicher einprägsamsten Erfahrungen hier für mich ist das Gefühl nich lesen und Schreiben zu können, insbesondere Lesen macht mir das Leben hier machmal doch sehr schwer. Wenn die angaben nicht gerade in Romaji sind oder in Hiragana und Katakana kann ich nichts damit anfangen und muss mich auf die Bilder verlassen, das fällt besonders beim Einkaufen auf, am Anfang herauszufinden was Waschmittel und was Weichspühler ist war ein Ding der Unmöglichkeit, zum Glück hatte ich Hilfe dabei. Oder als ich Nasenspray brauchte hätte ich doch fast Spray gegen Allergien gekauft da die Bilder so ziemlich identisch sind.

Natürlich kommt bei mir noch erschwerend hinzu, dass ich die Sprache nicht gut kann, ich kann also nicht wie der normale Analphabet einfach nachfragen, wobei die meisten das wohl eh nicht tun um zu verbergen, dass sie nicht lesen können (was ich wiederum nicht als Problem habe, da die Japaner gar nicht erwarten, dass ich das lesen kann XD)

Das Gefühl ist jedenfalls sehr verstörend auch wenn ich weiß dass es nicht daran liegt dass ich nicht zur Schule gegangen bin oder so. Man kommt sich einfach sehr hilflos vor wenn man all die Kanji überall sieht und sich fragt „was ist das?“ oder man vor etwas zu essen steht und sich denkt „was zum Teufel ist das?“, man weiß nicht, ob man es mögen könnte oder nicht, man kann nicht herausfinden ob es vielleicht etwas enthält wogegen man allergisch ist (zum Glück nicht so wirklich mein Problem) und all der Kram, der sonst total normal und selbstverständlich ist. Sei es zu checken wie viele Vitamine etwas hat oder wie viel Fett, in Japan werde ich es nie genau wissen… jedenfalls bis ich die Kanji gelernt habe.

Oder auch wenn man auf eine Karte guckt oder einen Plan für ein Festival kriegt… man hat einfach keinen Plan was wo ist oder wie man dahin kommt. Es ist frustrierend! Und irgendwie fühlt man sich dann auch ein wenig dumm im Vergleich zu all den schlauen Japanern, die es lesen können ^^* Das Gefühl habe ich inzwischen so ziemlich abgeschüttelt aber es macht einen auf jeden Fall unsicher und man steht lange vor möglichen Schilden o.ä. sich Fragend „was heißt das? Ist das wichtig?“ oder vor dem Bus Plan, den man gekriegt hat in dem alles uaf Japanisch steht -.-

yay…

Ich würde nicht sagen, dass es eine negative Erfahrung ist, aber so toll ist es auch nicht. Aber sie lässt einen darüber nachdenken wie wichtig die schriftliche Sprache geworden ist und wie sehr wir auf sie angewiesen sind, obwohl wir sie als selbstverständlich hinnehmen ist sie das jedoch nicht! Ich bin froh wenigstens in Deutschland und England und so normal lesen zu können XD