Das Leben ist ein Rätsel

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Wie haben Bauern gelebt

Am Sonntag waren wir in Shirakawa Go.

Es ist realtiv dicht bei Takayama, ein wenig weiter oben und eine Unesco World Heritage Site. Es ist der einzige Ort in Japan wo man noch eine bestimmte Art von Gebäuden sieht, die im laufe der Modernisierung immer weniger geworden sind.

Diese Häuser heißen „Gassho-zukuri“ was so viel heiß wie „gebaut wie betenden Hände“ was sicherlich von den Dachbalken herrührt die extrem Dick und Robust sind, damit sie den vielen Schnee im Winter standhalten können.

Wir waren im Dorf Ogamachi, es hat die meisten noch stehenden Häuser und ist am einfachsten mit dem Bus zu erreichen, es gibst allerdings auch noch einpaar andere Dörfer, die sich die Mühe machen diese Häuser instand zu halten. Das ist eine ganz schöne Arbeit, wenn man nur mal auf die Dächer schaut die regelmäßig neu gedeckt werden müssen!

Einige Häuser wurden zu Museen umfunktioniert. Es kostet 300 yen sich eines anzusehen, wir haben es auch bei einem belassen.

So konnten wir etwa sehen, wie die Dächer aufgebaut sind. Ihr seht es wurde überhaupt kein Metall verwendet, alles ist zusammengeschnürt und zwischen dem Strohdach und den Stützen ist keine Wand oder ähnliches. Es ist Architektonisch echt interessant gewesen.

Das Zentrum der Häuser ist die Feuerstelle in der Mitte des größten Raumes. Der Rauch wurde genutzt um Taue und Tücher gegen Insekten zu schützen. Natürlich muss die Feuerstelle extrem gut geschützte sein, immerhin ist alles aus Holz. Rauchen war übrigens in der Nähe der Häuser verboten.

Dazu kam dann meistens noch ein Altar und je nach Größe des Hauses Schlaf- und Gästezimmer sowie Vorratsräume und der gleichen, fast alles mit Tatami Matten ausgelegt.

Wir hatten übrigens auch hier das Glück dass Sakura noch geblüht haben,wobei diese im Dorf nicht gerade gut platziert waren. Es war relativ schwierig Fotos zu machen in denen Sakura und auch Häuser gut zu gesehen sind.

Das Bild habe ich in einem kleinen Museums Dorf gemacht in dem es mehrere dieser Häuser die gut erhalten waren hab und gute Möglichkeiten Fotos zu machen auch. Das Haus ist übrigens nicht abgeschnitten, im Gegensatz zu den anderen Häusern besteht dieses nur aus dem Dach. Es war keine permanente Residenz sondern eine Art vorübergehende kleine Behausung.

Warum schon wieder Takayama

Für alle die es nicht wissen, ich war schon einmal in“ title=“Takayama“ target=“_blank“>. Ich habe mich in dem Post aber nur auf das Matsuri beschränkt, was nicht das Einzige ist, was diese Stadt zu bieten hat.

Da wären zum einen die Alten Häuser, die noch immer in großer Zahl erhalten blieben sind. Leider sind in diesem Foto doie Blüten noch nicht offen ich habe Postkarten damit gesehen und es ist wunder schön! Zu dumm, ein wenig zu spät.

Aber dafür nicht zu spät zumindest einpaar Spät-blühende Sakura zu sehen! Wie etwa hier an der Kabayashi Brücke.

Die im dunkeln auch sehr schön beleuchtet wird,m jedenfalls im Frühling. So wie ich das verstanden habe machen die das Tatsächlich nur im Frühling, warum auch immer.

Überhaupt ist Takayama bei Nacht sehr angenehm. Zwar machen die Geschäfte alle leider sehr Zeitig zu – zu den Geschäften komme ich in einem anderen Post, die sind echt was besonderes! – aber dafür sind die Straßen nicht so voll und es ist angenehm ruhig.  Wir hatten noch das Glück zum Vollmond da zu sein, seht einfach selbst:

Wobei ein Foto wirklich kein Vergleich zur Realität darstellt muss ich sagen.

Ihr seht also, das Takayama eine wirklich schöne Stadt ist, und das war noch längst nicht alles, aber um es ein wenig geordnet zu haben und auch Zeit heute noch etwas anderes zu tun soll es dabei bleiben.

Ist Hanami in anderen Städte anders

So wirklich beantworten kann ich diese Frage leider auch nicht, da ich nicht in den öffentlichen Parks in Kanazawa gewesen bin und auch sonst in keiner anderen Stadt als Nagoya. Ich nehme an, dass Sake Trinken und und so ist über all gleich. Trotzdem war es für mich eine sehr andere Erfahrung! In Nagoya gab es im großen und ganzen 2 Arten von Sakura, die weißen und die rosanen, hinzu kamen gelegentlich die die aussahen wie Trauerweiden, aber halt keine große Auswahl. In Kanazawa gab es viele verschiedene Arten, nicht alle waren am verblühen, einige hatten sogar noch Knospen. So wurde jeder Baum ein Erlebnis.

Hier sind etwa recht einfache weiße Sakura mit leichten Rosa touch drin.

Diese mochte sehr gerne, die haben diesen schönen Farbverlauf, den ich bei keiner anderen Sakura gesehen habe.

Diese Sakura gab es zugegebenermaßen auch in Nagoya, es handelt sich dabei um die Art, deren Äste wie bei einer Trauerweide herunter hängen, im Gegensatz zu denen in Nagoya war dieser aber nicht am verblühen. Und ich meine die Blüten sehen ein wenig anders aus, bin mir aber nicht sicher.

Diese Sakura waren sehr niedlich, sehr kleine Blüten im Verlgeich zu anderne Sakura aber dafür viele kleine Blütenblätter die sie sehr fisselig haben wirken lassen.

Diese Sakura sind ECHTE Sakura. Wer den Post über die Geschichte von Hanami gelesen hat wird sich daran erinnern dass die Sakura ohne normale Blätter während der Blüte gezüchtet wurden. Dieser Baum hat jedoch Blätter während der Blüte, sprich hier handelt es sich nicht um einen Klon, sondern um einen ganz normalen Baum und ich finde auch ihn sehr Schön!

Nein, das ist nicht der normale Rosa-Sakura den ich erwähnt habe. Die waren in Kanazawa nämlich bereits verblüht. Wenn man genauer hinsieht merkt man, dass die Blütenblätter dünner sind und kleine Punkte drauf sind. Auch ist die Farbe ein wenig anders. Aber sie sind ein wenig die „klassischen“ Sakura, mit den 5 Blättern und so.

Dies ist ein sehr beliebter Sakura, da diese Blüten sehr viele Blätter haben. Sie sehen fast schon aus wie kleine Rosen wenn man mich fragt. Die Blüten sind dementsprechend verhältnismäßig groß.

Dieses sind mal wieder weiße Sakura, viele sehr kleine Blüten, die zusammen sehr schön aussehen.

Es gab sicher noch mehr Arten und würde ich jetzt im Detail alle meine Fotos durchgehen würde ich sicher noch etwas finden, aber ich denke ich habe einen guten Überblick gegeben. Ihr seht also: Sakura ist nicht gleich Sakura und Hanami ist nicht gleich Hanami!

Ein weiterer Punkt den ich bereits in meinem ersten Kanazawa Post erwähnte war das fallen der Blätter, das ich aufgrund von Regen in Nagoya nicht bewundern konnte. Alles war mit Blüten übersäht und das war wirklich einfach nur schön!

Ja, das ist kein Schnee, sondern die schon gefallenen Blätter der weißen Sakura!

Bei dem Bild muss man ein wenig zoomen, es ist das beste Bild das ich habe machen können auf dem man die Sakurablüten Blätter im Wind sieht, und es war sehr schön und leider konnte Kein Foto das einfangen.

Also zusammenfassend: Das Feiern an sich ist wohl überall gleich oder zumindest ähnlich. Aber die Bäume, die Zeit in der man Hanami bertreibt und die Orte machen einen großen unterschied im Gefühl das man kriegt.

Wie suche ich Sakura Bilder aus

Das ist ein echtes Problem! Ich habe coooo viele Bilder gemacht und soll die besten auswählen? Insbesondere von all den wunderschönen Sakura? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit XD

Na ja, nicht ganz, immerhin einige Bilder sind sehr leicht au lösche, da sie verwackelt sind oder anderen Bildern sehr ähnlich sind. Ich brauche ja nun nicht drei mal das selbe Bild. Trotzdem habe ich immer noch mehrere hundert Sakura Fotos die ich zu schön finde, um sie zu löschen! Aber ich werde hier nun versuchen ein weiteres mal eine kleine Auswahl von den schönsten Bildern zu geben.

Dies ist ganz eindeutig eins der schönsten Sakura Bilder und war einfach als solches auszuwählen! Es ist so ziemlich das perfekteste Sakura-Sonnenuntergangs Bild das ich habe um genau zu sein ^^

Dieses Bild ist Nahe Sakae entstanden und hat den Nagoya Fernsehturm zumMotiv, ich fand bei diesem Bild die Seitlichen Sakura sehr schön und der Baum am Rand… na ja, man kann nicht alles haben XD

Dieses Traditionelle Japanische Haus ist das No Theater in Nagoya das auch von vielen schönen Sakura umgeben war. Ich lieben den Rahmen dieses Bildes XD

Im Meijiro Park gab es diesen netten angelegten See mit Wasserfontänen gesäumt von Sakura. Dieses Bild, wie übrigens auch das erste, habe ich in Heiwa Park (Friedens Park) gemacht, in dieser Umgebung gab es so was wie einen Sakura Hain mit vielen vielen Sakura! Es war irre toll da durch zu wandern.

Das waren bei weitem nicht alle meine guten Sakura Fotos! Nicht mal nur die Besten das wären dann schon mindestens 20 – 30 XD

Aber an dieser Stelle soll es gut sein

Woher kommt Hanami

Heute war die erste Stunde „Japanese culture and society“, tatsächlich ein sehr angenehmer und leichter Kurs ohne einen Test, Aufsätze oder sonst etwas in der Art. Nach der kurzen Einführung und Erläuterung der Themen hat der Dozent noch über Sakura und Hanami geredet. Tatsächich ist der Brauch recht alt, aber noch vor dem Bewundern der Sakura Blüten waren die Pflaument die wichtigsten Bäume. Das war so um 600 herum während der Nara Era, damals war Japan Kulturell sehr stark mit China verbunden bei denen Pflaumen bis heute als wichtigste Blume gelten.

Um 750 herum während der Heian Era entwickelte sich der Brauch die Sakura zu bewundern. Es wird zumindest vermutet dass es eine Form von Nationalismus war, man wollte sich von China abgrenzen und etwas eigenes Erschaffen. Dennoch ist das Hanami wie man es heute kennt doch sehr anders als die Wurzeln! Es gibt eine Sakura Art die besonders bliebt ist, die ohne Blätter wo man nur Blüten sieht, diese sind aber nicht normal, sondern Gezüchtet und tatsächlich alles Kopien eines Baumes, denn sie können sich gar nicht von selbst vermehren. Ursprüngliche Sakura haben neben den Blüten tatsächlich auch Blätter, aber die findet man eigentlich eher selten in japanischen Städten, wenn dann in der Natur.

so gesehen ist das heutige Hanami durchaus etwas sehr modernes!

Na ja, aber nur über die Sakura und deren Geschichte lesen ist ein wenig langweilig oder? Also zeige ich euch mal ein paar meiner schönsten Hanami Bilder!!!

Das ist beim Schloss Nagoya, die Laternen haben ein wirklich schönes Licht auf die Bäume geworfen

Dies ist ein kleiner Fluss an dem viele viele VIELE Sakura an beiden Seiten zu finden sind. Sehr schön zum Spazieren gehen und Fotos machen.

Und hier haben wir endlich mal Rosa Sakura ( die meisten hier sind weiß) durch die die Sonne fällt. Leider kann die Schönheit die man bei der tatsächlichen Betrachtung hat nicht wiedergegeben werden, aber ich finde dies ist ein sehr gelungener Versuch.

Und in diesem Fall nehme ich zumindest an es handelt sich um ein Sakura (die Blüten Blätter Form stimmt) bi8n aber nicht hundert pro sicher! An dem Baum waren jedenfalls zwei Farben vertreten, und nicht alle Blüten waren zweifarbig es gab auch ganz weiße und ganz dunkel Rosane. Leider waren noch nicht alle Blüten offen, so dass ein Bild des gesamten Baumes eher mickrig gewirkt hätte.

Ich habe noch hunderte weiterer Bilder, leider kann ich nicht alle hier hochladen XD

Vllt mache ich ja demnächst noch einen Hanami Post falls es euch interessiert und ihr mehr Bilder sehen wollt (falls ja, sagt bitte bescheid ^^)

Jetzt wisst ihr jedenfalls Besser über Sakura bescheid. ^^

Wie feiern Japaner Hanami

Mir ist etwas sehr interessantes passiert und zwar hat mich beim herumwandern zum Meishiro Park eine Japanerin anhgesprochen ob ich denn alleine wäre, was der Fall war. Wir haben geredet, zum Glück konnte sie ein wenig englisch, und sie hat mich zum Hanami mit ihren Kollegen eingeladen. Sie arbeitet im „Minimini“ einer Makler Kette die sich auch kleine Apartments in Japan speizialisiert hat.

Ich habe zugestimmt und habe somit richtigem Hanami wie Japaner es machen beiwohnen können. Wir hatten einen sehr schönen Platz unter einem Sakura Baum, aber da es schon Abend war war es verdammt kalt. Und auf der Decke darf man natürlich nicht mir Schuhen sitzen, was nicht gerade geholfen hat.

Genel war eine sehr ausgelassene Stimmung auch im Arbeitskreis, es wurde vor allem Bier getrunken (alle waren sehr überrascht, dass ich als deutsche keines wollte XD) auch der Chef war sehr nett und hat sich kurz mit mir unterhalten XD Und natürlich gab es echt viel essen. Es wurde Pizza bestellt, allerdings extrem seltsame was war am Rand so ne Reispampe drauf hat…. interessant geschmeckt.

Ich hatte echt Glück den Abend dort alleine unterwegs gewesen zu sein, sonst wäre mir das sicher entgangen. Ich habe die Kontaktdaten meiner Einladung und werde sie hoffentlich nochmal treffen. Auf jeden Fall habe ich so viel Japanisch üben können und es war ein sehr interessantes Erlebnis.

Warum ist zu Fuß gehen toll

Heute bin ich mit einer Freundin vollkommen umsonst nach Fushimni gefahren. Wir wollten nach Yukata und Kimono gucken, aber die Läden waren zu. Also haben wir uns entschlossen wieder nach Osu zu gehen, ja zu gehen.

Zu meinem Glück habe ich GPS in meiner Kamera und eine Karte von Nagoya, da die wichtigsten Punkte angezeigt werden war es sehr leicht Osu zu finden.

Es war toll, so sind wir nachts am Science Museum vorbeigekommen, dass im übrigen ein Planetarium hat.

Die Wasserfontänen waren echt toll! Ich schätze besonders auch bei dem Licht, wir hatten echt Glück, sonst wäre ich denke ich nicht unbedingt zu diesem Museum gegangen, da auf Japanisch eh nichts verstehen würde XD

In Osu haben wir noch weiz andere Intenrationals getroffen und zusammen was gegessen. Von Osu sind wir weiter zu Fuß gelaufen zum Tsuruma Park, und das war echt toll den Hanami war in vollem Gange:

Hanmi ist übrigens wenn man sich Sakura anguckt, oft wird dies in grölßeren Gruppen gemacht und als Pickinck beziehungsweise Gruppenbesäufnis. Wobei ich sagen muss das trotz vieler Betrunkener es eher ruhige fröhliche Stimmung war und wenig gegrölt wurde oder so. Außerdem gibt es in vielen Parks auch Stände bei denen man Kleinigkeiten zu Essen holen kann etwa traditionelles wie Takoyaki oder auch süßes wie Liebesäpfel oder Crepes.

Auch sonst war es toll die Stadt so zu sehen und hindurch zu wandern. Wir sind danach tatsächlich noch eine Station gelaufen, weil wir soviel Spaß dran hatten.

Darum ist zu Fuß gehen echt toll!