Das Leben ist ein Rätsel

Beiträge mit Schlagwort ‘Kyoto’

Was für Affen gibt es in Japan

In Japan gibt es tatsächlich nur eine Affenart, der Makak Affe, sie sind dafür bekannt dass sie etwa auch in Onsen Baden gehen oder ähnliches.

Es gibt mehrere Affenparks in Japan, einer davon in Arashiyama wo ich gestern war.  Es gibt natürlich strikte Regeln, was man nicht tun soll, etwa die Affen anstarren, bedrohen (etwa einen Stein in der Hand halten, dann denken sie du willst damit nach ihnen werfen oder so), kein Essen rausholen und so weiter und so fort.

Man durfte sie aber füttern, aber nur von einem Haus aus mit Futter dass man dort für 100 Yen kaufen konnte.

Und man durfte auch draußen, unter der Beobachtung der Mitarbeiter, Fotos machen.

Das süßeste kleine Äffchen im ganzen Park!!!

Ja, ihre Lieblingsbeschäftigung: sich gegenseitig entlausen. Lecker.

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Was macht man bei schlechtem Wetter

Gestern war mal wieder echt schlechtes Wetter, es hat gegossenen wie aus Eimern!

Und ich natürlich ohne Regenschirm. Na ja zum Glück war mein Plan fürs Erste nicht draußen herum zu wandern, sondern mit dem Zug zu fahren. Aber nicht mit irgendeinem Zug!

Das ist der „Saga romantic scenic train“ Er fährt eine bestimmte Strecke zwischen Saga (Arashiyama) und Umakoji. Man hat eine sehr schöne Aussicht von dem Zug aus, vor allem wenn man in dem einen offenen Wagon sitzt.

Mit Regen nicht ganz so prickelnd, habe mich trotzdem dahin gesetzt, weil man durch die Fensterschreiben echt nichts sehen konnte! Und bis der Zug abgefahren ist, war es auch schon nicht mehr so schlimm mit dem Regen.

Wesentlich beeindruckender ist das sicher im Herbst wenn die Bäume rote Blätter haben, aber ich muss sagen dieses Wolkenverhangene hatte auch einen Charme.

Wie viele Tori gibt es in Fushimi Inari

Tut mir leid dass ich jetzt erst wieder poste, ich war irgendwie nicht in der Stimmung zu posten.

Also ich war in Fushimi Inari, der ultimativen Torii Erfahrung. Jetzt wird sich manch ein Leser fragen „was ist ein Torii?“ Und ich wette jeder weiß es sobald er die Bilder von Fushimi Inari sieht!

Torii sind die roten (manchmal aber auch einfach hölzernen) Tore vor Shinto Schreinen. In Inari ist ein Schrein der übrigens den Füchsen gewidmet ist, hier gibt es mindestens so viele Fuchsstatuen wie Torii.

Warum Füchse? Nun, Füchse sollen für guten Reis sorgen, überhaupt werden sie als sehr schlaue und besondere Tiere in der Japanischen Mythologie gesehen, so gehören sie zu den wenigen Tieren die ihre Gestalt ändern können, womit sie Menschen auch gerne hereinlegen.
Ihr Lieblingsessen ist übrigens Tofu (jedenfalls laut Legende) weswegen man hier viel Tofu findet. Ich habe also mein eigenes Essen mitgebracht.

Inari ist im Übrigen ein Berg, der ganze Weg nach oben ist mit Torii gepflastert aber man kommt auch immer wieder an solchen kleineren Schreinen vorbei an denen man beten kann.

Am Fuße des kleinen Berges ist der große Inari Schrein, er besteht aus mehreren Gebäuden, man kann hier Talismane kaufen oder auch kleine Torii auf die man seine Wünsche schreiben kann, die hinhängen und dann sollen die wahr werden. Habe mir zwar ein Torii gekauft aber als Souvenir.

Ok und weil sie so schön sind: noch ein paar Torii Bilder (war gar nicht so leicht verschiedene Bilder von denen hinzukriegen!)

So dass sollte als kleiner Eindruck reichen.

Ach ja, warum sind dort so viele Torii? Ich bin mir nicht sicher warum ausgerechnet dort so viele davon da rum stehen, aber es sind alles spenden von reichen Leuten, darum gibt es auch Torii in verschiedenen Größen dort.

Das ist eine Tabelle wie teuer ein Tor welcher Größe war. Und ich bin mir zwar nicht ganz sicher aber ich glaube die Schriftzeichen auf den Toren sind sowas wie die Namen und ähnliches derer die die gestiftet haben.

Was ist das Gegenstück zum Kinkakuji

Das letzte Mal in Kyoto war ich ja im Kinkakuji, dem Goldenen Pavillon, es gibt ein Gegenstück dazu, wobei die beiden unabhängig voneinander erbaut wurden und so weiter werden sie schon alleine ihres Namens wegen oft zusammen getan, der Ginkakuji, der silberne Pavillon.

Tja, der ist aber nicht ganz aus Silber, so wie es bei dem Kinkakuji mit dem Gold ist. Schön anzusehen ist er dennoch und der Garten drum herum ist wirklich fantastisch.

Das ist also der Ginkakuji.

Wie sehen Japanische Geister aus

Gestern war ich in Higashiyama, ziemlich zentral Kyoto, und natürlich mit vielen Tempeln, etwa der Kiyomizudera in dem ich ja bereits war.

Ein anderer ist der Kodaji Tempel in dem ich Gestern war und da Sommer ist, und Sommer die Zeit der Geistergeschichten und dergleichen ist, hatte der Tempel eine kleine Austellung dazu.

Leider durfte ich keine Fotos von den Sachen machen, nur von den Laternen draußen, die aber schon recht lustig sind.

Ist der laufende Regenschrim nicht toll?

In Japan gibt es sehr eigenartige Vorstellungen von Monstern, so ziemlich jeder normale Gegenstand kann als Monster erscheinen, in einem Bild liegen auch Steine mit Augen oder Blätter herum, auch Truhen oder ähnliches. Bei manchen ist einem einfach nur zum Grinsen zu mute und da denke ich mir schon ein wenig „Die spinnen die Japaner“ wobei ich denke ich vor der mich verfolgenden Truhe wahrscheinlich weglaufen würde…

Anyway, der Tempel an sich war auch schön und soll hier nicht vernachlässigt werden.

Etwa dieser schöne Steingarten. Muss eine ganz schöne Arbeit sein den so hinzukriegen und dann kommt starker Wind oder Regen und alles ist kaputt. Irgendwie frustrierend.

Einen Landschaftsgarten gab es hinter dem Tempel auch. Aber ich glaube dem bekommt der Sommer nicht so gut, dass Gras hatte Teilweise keine gesunde Farbe. Ansonsten recht hübsch anzusehen.

Im Grunde nicht viel zu zusagen, aber ich mag dieses Foto einfach.

Und schließlich gab es noch Gebetsrollen, man tut das Gebet rein und dreht die Rolle, das soll das Gebet dann quasi vervielfachen und es wird so oft „gesprochen“ wie sich die Rolle dreht. In diesem Fall gab es viele Rollen die je für ein bestimmtes Gebet, etwa Gesundheit oder ähnliches, standen und man konnte das drehen was man haben wollte.

Warum gefällt mir der Begriff Hanabi für Feuerwerk so gut

Hanabi ist das Japanische Wort für Feuerwerk und wird mit den Kanji für Blume und Feuer geschrieben, also im Grunde Feuerblume.

Ich war heute auf einem Hanabi Taikai, also einer Feuerwerksshow und es ist überwältigend und ich finde „Feuerblume“ ist ein sehr passender Begriff dafür. Momentan gibt es viele Hanabi Taikais da es Obon Zeit ist.

Obon ist der Tag an dem die alten Verstorbenen zurückkommen, und das wird mit Feuerwerk und tanzen gefeiert.

Aber zurück zum Feuerwerk das in Shiki, nur 2 Stationen von Kyoto entfernt stattfand. Der Zug war proppe voll, in den ersten den ich nehmen wollte bin ich gar nicht erst reingekommen, und vom Rückweg will ich gar nicht erst anfangen (ein Tag voll von Menschen die da hin gefahren sind wollten alle gleichzeitig wieder nach Hause… wobei das erstaunlich geordnet zuging!)

Jedenfalls war es irre schön!

Sind doch wirklich wie Blumen! Es gab tatsächlich auch welche, die die Form von Sakura Blüten hatten.

Das ganze war in mehrere Akte aufgeteilt die alle ein bestimmtes Thema hatten, habe aber die Erklärung nicht verstehen können da alles auf Japanisch war.

Jedenfalls war es toll!

Über meinen Tag in Kyoto poste ich später.

Link

Wie schmeckt Ocha

Zum letzten Erlebnis in Kyoto:

In Arashiyama haben wir echten grünen Tee gekriegt, und ich meine nicht den, den man auch hier kriegt sondern den aus der Teezeremonie. Zusehen, wie er gemacht wurde durften wir aber nicht sehen.

Aber erst einmal zeige ich euch, wie der Tee denn nun getrunken wird, dafür gibt es nähmlich eine vorgeschriebene Etikette

 

Nun zu dem Erlebnis an sich. Es war… interessant.

Das ist ein „Okashi“ so werden die Süßigkeiten die zum Tee gereicht werden genannt. Ich glaube sie sind auch Mocha (Reispampe) gemacht, bin mir aber nicht sicher. Schmecken tun die wie Festes Zuckerwasser. Ich hab es nicht geschafft das ganze Teil zu essen, einige andere mochten es jedoch sehr gerne ist wohl Geschmackssache. Sie werden vor dem Tee serviert da der grüne Tee eher bitter ist und das quasi den Ausgleich geben soll.

So sieht dann der Grünetee aus, ihr seht den Unterschied zu dem was man sonst so als Tee kennt. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine ein gramm von diesem Tee waren etwa 100 Euro, diese Uni gibt echt Geld für uns aus.

Dieser grüne Tee war wohl angeblich von der nicht so bitteren Sorte, allerdings möchte ich dann wirklich nicht wissen, wie der bittere Tee schmeckt! Ich persönlich fand diesen schon sehr bitter. Ich habe es auch nicht in den vorgegeben 3 Zügen geschafft sondern 4 gebraucht, was bei der Anzahl von Leuten nicht weiter aufgefallen ist.

Wie es sich gehört habe ich, und viele andere auch, es ertragen im Seiza zu sitzen wie ihr es auf dem Foto sieht. Es ist alles andere als angenehm über längere zeit so zu sitzen und alle die es gemacht haben konnten nach dem Tee kaum aufstehen, weil man sein Gefühl in den Beinen verloren hat. Ich bin mir nicht sicher, ob die Angestellten und bewundert oder sich amüsiert haben, oder vielleicht beides. Immerhin gibt es auch nicht mehr viele Japaner die lange so sitzen können.

Alles in allem war auch dies eine sehr interessante Erfahrung, die ich aber nicht noch einmal machen muss.