Das Leben ist ein Rätsel

Archiv für Mai, 2012

Wie funktionier das Genre Magical Girl

Wie versprochen ein Post der darum geht was wir im TV in Gujo gesehen haben. Vielen dürfte „Pretty Cure“ kein begriff sein, auch wenn die erste Staffel in Deutschland eine Weile lief.

Pretty cure ist ein Paradebeispiel eine Magical Girl Serie. Da wird jedem sofort Sailormoon einfallen, aber glaubt mir, es ist noch kitschiger als Sailormoon.

Wir haben eine Folge auf japanisch gesehen und darum gibt es einen Post über „pretty Cure smile“

wie so oft gibt es fünf Highschool Mädchen die auserwählt sind gegen üble Mächte zu kämpfen, besonders shcön heir sind die Namen die sie als Kriegerinnen verpasst kriegen: Pretty Cure Happy, Pretty Cure Sunny, Pretty Cure Peace, Pretty Cure March, Pretty Cure Beauty. Sonst machen die Namen wenigstens einen Sinn, sei es ein Element oder wie bei Sailormoon ein Planet der für ein Element steht. Es gibt meistens wenigstens ein übergeordnetes Thema wie Farben oder ähnliches. Hier scheint man einfach unwillkürlich niedlich klingende Worte benutzt zu haben.

Bevor ich weiter schreibe macht euch selbst ein Bild:

Ok Sachen die sofort auffallen:

Die Verwandlungen werden durch MAKE-UP ausgelöst! MAKE UP!!! Das sind kleine Mädchen und die Verwandeln sich durch Make-up und hübsche, durchaus älter wirkende Kriegerinnen. Wenn das nicht erziehung vom Feinsten ist.

Ja, ich spreche hier von Erziehung, denn gerade Kinderprogramme haben stets den Sinn Kinder auf das Leben vorzubereiten, sie mit Konventionen der Gesellschaft vertraut zu machen und sie daran zu gewöhnen. Ich erwähnte bereits einmal wie besessen Japanerinnen von Schönheit und Make-up sind… möglicherweise gibt es da ja einen Zusammenhang.

Natürlich gibt es entsprechende Make-Up Taschen die zu der Serie gehören, damit man sich wie die Kriegerinnen verwandeln kann. Und die Serie ist sicher nicht für einen ältere Generation gedacht sondenr zielt eher auf Schätzungsweise 10 jährige Mädchen ab, diesen wird also schon eingebläut wie wichtig Make Up ist.

Ok vergleichen wir das mal mir dem Klassiker der Klassiker: Sailormoon

Immerhin ist das mit dem sie sich verwandlen keine Puderdose aber sie sagen eindeutig „Make-up“ und zumindest Sailormoons selbst benutzt eine Brosche, also ein Accessoire um sich zu verwandeln. Im Deutschen wurde „Make-up“ übrigens mit „mach auf“ übersetzt… Dennoch ist der r und Make-Up teil nicht ganz so ausprägt wie bei Pretty Cure, dafür sind die Röcke noch kürzer.

Eine weitere Sache die Auffällt und vielleicht sogar einigen Bekannt sein könnte: Haar Farben. Gerade in diesem Genre wird sehr gerne und explizit mit Haarfarben gearbeitet. Bei einer Magical girl Serie kann man 80% eines Characters an Hand der Haarfarbe erraten.

Ursprünglich war Blond die Haarfarbe für den Protagonisten, allerdings wechselt das neuerdings zu Rosa. Attribute für den Haupt Charakter einer Magical Girlseirie sind meistens: Reinheit, Tollpatschig, vergesslich, niedlich, Freundschaft geht über alles. Meistens haben diese Charaktere am meisten Angst vor den Kämpfen und entpuppen sich dann als die mächtigsten von allen. Beispiele sind Bunny aus Sailormoon, Momo aus Wedding Peach, Doremi aus der gleichnamigen Serie oder Pretty Cure Happy, wie auch immer sie sonst heißen mag, und unzählige weitere.

Weiter geht es mit Blau, blau sind oft ruhige und logisch denkende Menschen, sie lernen, bleiben gelassen und analysieren die Lage. Parade Beispiel natürlich Ami (Sailor Merkur) aber auch Pretty Cure Pretty dürfte als die ruhige, kühle zu erwarten sein.

Rot ist meist aufgedreht, willensstark und feurig. Eigentlich hätte Sailor Mars rote Haare kriegen müssen (in vielen Bilden aus Artbooks hat die sie auch!) aber sie wurde auch als Miko geplant da musste es dann wohl schwarz werden… Man sieht bei Pretty Cure jedoch sofort wie die rothaarige drauf ist und hat ja auch das passende Element gekriegt.

Dann gibt es grün, Grün sind meistens die Kämpferischen, nicht wirklich Mädchenhaften Charaktere. Pretty Cure March etwa sieht man sofort macht nicht dermaßen einen auf niedlich wie etwa „Happy“. Bei Sailormoon wäre es Makoto (Sailor Jupiter) auch hier ist es tatsächlich so, dass sie in Werken im Artbook oft grüne Haare gekriegt hat. Allgemein kann man wohl auch sagen das bei Sailormoon sie Sailor Uniform teilweise die Haarfarbe Repräsentiert.

Denn braune Haare stehen eigentlich für Bodenständigkeit. Es sind eher klassische Japanisch Charaktere und daher findet man braun eigentlich eher selten in Magical Girl Serien.

soviel dazu

Natürlich ließe sich noch wesentlich mehr analysieren und heraus filtern, aber ich denke für einen kleinen Ausschnitt sollte das hier reichen. Falls es jemanden interessiert (falls ja bitte mailen/kommentieren) kann ich ja mal eine Shounen (Jungs) Serie wie One Piece oder Naruto oder so dagegen halten und vergleichen.

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Wie ist es durch einen Wald zu laufen

Wie versprochen gibt es auch etwas zum  Hiking in Gujo zu berichten.

Zunächst einmal, ich weiß leider nicht den Namen des Berges den wir gemeinsam erklommen haben,k wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Der Name stand sicher irgendwo, aber in japanisch und Kanji und unseren Expeditionsleiter habe ich nicht gefragt.

Hoch war der Berg jedenfalls 900 Meter was schon ganz ordentlich ist, wir sind ungefähr 15 km den Tag gewandert, und euch mal einen Überblick zu geben.

Und es war anstrengend. Ich war shcon ewig nicht mehr so richtig in der Bergen Wandern und der Weg von diesem war eher weniger als mehr gefestigt und ging teilweise extrem steil bergauf.

Unten wirkte alles noch so schön wie in einem Märchen Wald! Es gab einen Wasserfall und einen See und Blumen und ganz viele Libellen die wenn sie so im Sonnenlicht herumflatterten schon irgendwie an Feen erinnert haben.

Oben waren die meisten, mich eingeschlossen meist zu erschöpft und aus der Puste um den Wald wirklich genießen zu können. Aber es war schon irgendwie beeindruckend und immerhin richtiger Wald, ich kann es nicht oft genug betonen, aber so etwas sieht man in Deutschland einfach nicht sehr oft.

Wir haben dann auf einer kleinen Plattform pausiert und uns erholt und gegessen. Die Aussicht war… ok da es im Wald war konnte man nur zwischen den Bäumen durch ab und an etwas sehen, etwa das Schloss das plötzlich ganz klein und weit unten war.

Aber ich habe diesen Artikel nicht so genannt, weil wir einen Pfad durch einen Wald genommen haben. Nein, wir sind Querfeld ein den Berg wieder runter. Zur Beruhigung und demonstration dass es nicht einfach Dummheit war: zwei der beteiligten kannten den Wald schon und einer davon ist ausgebildeter… kp wie genau das heißt jedenfalls hat er gelernt wie man sich im Wald zurecht findet und sowas.

Allerdings kann ich es niemandem Empfehlen. Es ging Teilbergab und der Boden war nur Erde, die sofort nachgegeben hat. Das einfachste war einfach runter zu rutschen. Ich bin von Baum zu Baum gehuscht in der angst Air die Knöchel zu brechen.

Es hat sich allerdings auch irgendwie gelohnt, denn so habe ich einen Wald sichern och nie gesehen.

Es gab auch ein paar verlassene kleine Hütten die einsam zwischen all den Bäumen standen. Wir mutmaßen, dass es sich um einstiege Holzfällerhütten handeln aber sicher kann man sich da nicht sein.

Auch ein ungewohnter Anblick war eine Vielzahl umgeknickter Bäume, wir schätzen durch eine Lawine, vielleicht auch einen Sturm umgeknickt sind

Außerdem haben wir eine ziehmlich große Schlange einen Baum hoch klettern gesehen! So eine große habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen. wir haben das arme Tier wohl ziemlich erschreckt es ist so schnell es konnte den Baum hoch. so schnell es konnte war aber recht langsam.

Dann gab es noch das Loch ohne Boden. Es ist abgeriegelt und die Blumenverpackungen (in denen inzwischen gar nicht mehr ist, nicht einmal verdorrte Blumen) weisen wohl darauf hin dass irgendwann dort jemand verunglückt ist.

Man beachte die Steine in der Mitte, wenn man genau hinsieht ist es fast so als luke ein Gesicht aus der Höhle hervor…

Ihr seht es war ein spannendes Abenteuer

 

Wie sieht Rassismus in Japan aus

Heute spreche ich mal ein etwas ernsteres Thema an, Rasissmuss.

Auch in Japan ist das durchaus ein Heikles Thema, denn Japan versteht sich als „Ein-rassig“ dementsprechend werden andere Völker die in Japan wohnen nicht als Japaner anerkannt, selbst wenn sie wohl möglich in der zweiten oder dritten Generation hier wohnen. Während dessen werden Japaner, die im Ausland leben und sogar einandere Nationalität angenommen haben weiter als Japaner betrachtet.

Es ist sehr interessant wie das zustande kam, denn es war durchaus nicht immer so. Bis zum zweiten Weltkrieg hat Japan stehts behauptet mehr-rassig zu sein und das Als Grund genommen um Kolonien in Korea oder dergleichen zu bauen. Die Theorie war, dass Alle Asiatischen Völker denselben Ursprung haben, also ohnehin zusammen gehören und Japan sie „vereinen“ würde. Dann wurde Japan von Amerika besiegt und es kam zu einem extremen Umschwung. Imperialismus wurde als etwas böses betrachtet und die mehr-rassigkeit die ja als Vorwand dafür galt ebenso.  Und so drehte es sich ins andere Extreme, es war mehr eine politische Entscheidung als eine Kulturelle Sache, zumindest am Anfang.

Das es Politisch bedingt ist sieht man an einigen Gesetzen. Japaner die woanders wohnen, etwa Amerika oder so, vielleicht sogar schon in der zweiten Generation, und nach Japan reisen kriegen ein besonderes Visa dass ihnen erlaubt lange zu bleiben auch ohne zu arbeiten, was sonst nicht der Fall ist. „Ausländer“ etwa Koreaner oder Dhinesen, die hier schon mehreer Generationen leben werden hingegen als Zainichi bezeichnet. Das heißt so viel wie „in Japan verweilende“ und schließt die erwartete Heimkehr in das eigene Land mit ein.

Wie sieht Rassismus aus?

Am schlimmsten ist der tatsächlich gegen andere Asiaten! Ein sechs Jähriges Mädchen hat sich umgebracht weil die in der schule gemobbt wurde, nachdem ihre Klassenkameraden herausfanden, dass ihre Mutter Phillipinerin ist! Oft kriegen Ausländer schlechter einen Job oder auch ein Apartment da das Vorurteil dass sie nicht gut arbeiten und unsauber sind oder ähnliches verbreitet ist.

Westliche Länder werden meistens als besonders toll und großartig empfunden, es gilt weniger negativen Rassismus gegen Leute aus diesen Ländern. aber Teilweise eben schon. Als wir zum Beispiel in Gujo im Öffentlichen Bad waren, war das Schild das Erklärt wie man sich verhalten soll so ausgelegt dass nur Ausländer sich nicht an die Regeln hielten und die Japaner belästigten. Während der Zugfahrt wurde einer der Finnen die bei ein paar Japanern saß nahe gelegt sich auf einen anderen freien Platz zu setzen. Und eine Amerikanerin meinte sie habe Rassismus gegen sich erlebt, wollte jedoch nicht weiter darüber reden.

Mir persönlich ist bisher noch nichts untergekommen, aber trotzdem wollte ich es einmal ansprechen.

Wo ist Gujo

Dieses Wochenende war ich mit einigen Internationals in Guj, oder viel mehr Gujo Hachiman.

Gujo ist eine nette kleine Stadt in der Präfektur Gifu in der übrigens auch Takayama liegt. Also genau wie Takayama umgeben von Bergen. Tatsächlich waren wir Hiken und haben einen Berg bezwungen aber dazu schreibe ich später einen weiteren Post.

Zunächst zu unserer Unterkunft. Diese war dieses mal ein wenig Luxuriöser als gewöhnlich. Es handelte sich um ein Ryokan das zu einem Tempel gehört das einer komische Buddhistischen Sekte angehört. Der Tempel war seltsam weil davor direkt eine Art Kinderspielplatz war was schon ein wenig eigenartig nebeneinander aussieht.

für 4000 yen haben die Mädchen und Jungs je ein Japanischen Raum zur Übernachtung gekriegt, darin war ein japanischer Tisch, die Kissen zum drauf sitzen sowie ein Fernseher zu dem ich sicher auch noch einen eigenen Post schreiben werde.

Obwohl der Raum echt nett und auch allgemein der Tempel und so toll war muss ich sagen würde ich nicht noch einmal dorthin gehen. Wir haben zwar den Luxus eines Bades genießen können aber so Gastfreundlich war es nicht. Wir hatten alle eher das Gefühl, dass man uns wieder los werden will…

Weiter über Gujo!

Diesesmal war es kein so sightseeing lastiger Ausflug. Wir haben am Fluss gelegen und geredet. sind durchs klare Wasser gewatet und haben zusammen gepicknickt. Es war schon sehr schön und mal was anderes. Es war auch echt gutes Wetter und verdammt warum weswegen wir uns angenehmen Schatten gesucht haben.

Aber ein wenig haben wir uns natürlich schon etwas angeguckt! Und zwar unteranderem das Schloss, oder vielmehr das neu aufgebaute schloss, es ist kein Originales wie Inuyama. Das heiß eigentlich waren wir nicht im Schloss sondern nur oben auf dem Berg und haben uns den Sonnenuntergang angesehen. Schlösser sind hier ohnehin eher Museen und meist minder interessant.


Wofür Gujo noch berühmt ist, außer die Essensreplica die in Japan ist fast allen Restaurants genutzt werden, sind die Koi. Es gibt ein kleinen… ich würde es als Kanal bezeichnen, in dem sehr große, sehr dicke Koi leben, die man auch füttern kann. Genau darum sind sie auch so riesig, weil sie nur da vor sich hin dümpeln und voll fressen,

Außerdem besonders schön war eine Seitenstraße und wir hatten das Glück ein Hochzeitspaar dort zu sehen. Ich durfte auch ein Foto machen, bzw innerhalb kürzester Zeit versammelten sich schaulustige und machten Fotos da habe ich es auch gewagt. So sehr ihr auch mal einen modernen Hochzeitskimono. Die modebewusste Japanerin von heute heiratet bunt, nicht weiß.

Soviel erst mal über Gujo Hachiman, die Stadt. Bald gibt es mehr.

Wie shope ich in Nagoya

Mir fiel gerade mal auf, das ich bisher kaum etwas über Nagoya geschrieben habe, obwohl ich hier wohne! Das soll sich mit diesem Post mal ändern und heute geht es um mein n das gleiche Shoppingverhalten hier.

Also Einkaufsbummel hier sind sehr anders als in Deutschland, obwohl natürlich was man tut im großen und ganzen das gleiche ist, also von Laden zu Laden gehen und sich Sachen angucken. Der Unterschied liegt in den Läden! Im Gegensatz zu Deutschland gibt es hier nicht nur immer gleiche Einkaufketten oder große Läden wie bei uns Karstadt und Kaufhof sondern viele kleinere spezialisierte Läden. Wie diese aussehen hängt stark davon ab wo man hingeht. In Nagoya gibt es drei große Einkaufszentren, plus natürlich etlichen größeren und kleineren Straßen mit kleineren Läden aber hier soll es nur um die Zentren gehen.

Zum einen wäre das Sakae.

Sakae hat viele große Einkaufshäuser und Untergrund Passagen mit Läden. Hier ist alles schön sauber und orderntlich, die Kleidungsstücke in den Läden (es sind hier fast nur Kleidungsgeschäfte, Accesoire shops, Schuhläden oder dergleichen zu finden) sind alle sehr ähnlich. Es sind die „normalen“ Klamotten, meist in Pasteltönen gehalten, ich gehe nicht sehr oft nach Sakae, ist mir zu7 langweilig um ehrlich zu sein. Allerdings gibt es etwas sehr besonderes in Sakae was den Besuch Lohnenswert macht.

Oasis 21

Oasis 21 ist ein Teil von Sakae, und das Wasser was ihr da seht das den Fernsehturm so schön reflektiert ist nicht etwa auf dem Boden sondern auf einer Glasplattform. Darunter befindet sich ein großer Platz an dem viele Restaurants aber auch Läden sind und öfter mal Veranstaltungen stattfinden.

Dann gibt es in der Umgebung Kaufhäuser wie Parco oder Mizakaya die um einiges größer und exklusiver als Karstadt sind, das Prinzip ist aber das selbe. In Parco habe ich auch endlich Stifte und so was finden können.

Übrigens gibt es Läden die eher mit Karstadt zu vergleichen sind, diese sind eher wie das KDW in Berlin oder sp, es gibt eine Kette namens AEON die sich mit unserem Karstadt vergleichen lässt. Aber das hat hier nichts zu suchen.

Der Ort an dem ich am meisten shopen gehe ist Osu Kannon. Es handelt sich um eine Shoping Passage, nicht wirklich ein Einkaufszentrum aber überdacht. Benannt it es nach dem Tempel der direkt daneben und mitten in der Stadt steht, jeden 8. und 18. ist dort ein „Antiquitätenmarkt“ was nichts anderes als ein Flohmarkt ist, nur ohne Videospiele oder so was… aber man findet auch die typischen Ramschläden mit alten Puppen oder so was.

Osu ist bei weitem nicht so aufgeräumt und nett wie Sakae weshalb ich es viel lieber mag. Alles ist ein wenig ausgeflippte, die Stimmung ist eine ganze andere und es gibt eine wesentliche größere Breite an Geschäften.Es gibt hier auch Pachinkos, Elektrogeschäfte, Fan-Läden, Manga-Läden und sonstiges.

Zwar gibt es viele Kleidungsgeschäfte, das geht aber von Indischer „Hippie“ Kleidung über Lolita bis hin zu seltsamen.. ich-weiß-nicht-wie ich-es-nennen-soll-Kleidungsstylen. Ja selbst Kimonos findet man hier ohne Probleme. Preislich geht das von 100 Yen bis aufwärts ohne Grenze. Nur um mal Beispiele für ausgeflippte Sachen in Osu zu geben:

Ja, das ist ein Mannequin und ja, solche Klamotten werden tatsächlich verkauft. Aber aber noch niemanden so extrem gekleidet herumlaufen gesehen.

Dieser Laden war besonders seltsam, die Kleidungsstücke waren wie für Barbies aber in Größen für Erwachsene. Frage mich wer das trägt. Es war ein wenig als wäre ich im Wunderland gewesen, es gab auch Lampen mit nackten kleinen Puppen (in der Art wie Barbie aber andere Marke… glaube ich) und höchst eigentümliche Accessoires.

Es gäbe noch viel mehr zu Osu zu sagen (etwa über den phänomenalen Crêpe laden oder dergleichen) aber der Post wird so schon viel zu lang.

Kommen wie also zum dritten zentralen Punkt: Nagoya Hauptbahnhof.

Berühmt und leicht zu erkennen durch seine Twintowers die man sogar noch von Inuyama bei gutem Wetter sehen kann, so hoch sind sie.

Hier gibt es ein 9 Etagen hohes Einkaufszentrum das wir liebevoll die „Teenager nächst Hölle“ genannt haben. Es ist vollkommen anders als Sakae und Osu. Zunächst gibt es wirklich einig

e Zielgruppe: Teenager. Aber vor allem solche mit genug Geld in der Tasche. In Sakae mag das meiste Teurer sein aber sogari ch habe dort ein schönes Shirt für 1200 yen gekriegt, aber hier ist alles 3000 und aufwärts ohne Grenze. Stil-technisch ist es jedoch extrem unterschiedlich! Alle möglichen Stilrichtungen sind Vertreten, sei es Lolita, seltsamer weise altmodische Westliche Kleidung, 60er amerikanische Kleidung oder sonst seltsam ausgeflipptes dass ich schwer ein ordnen lässt.

Um mal wieder Beispiel hierfür zu geben was man so nebeneinander in ein und der selben Etage findet:


Alleine schon sich diese Teilweise doch sehr gewöhnungsbedürftigen Geschäfte an zugucken macht den Besuch in diesen Einkaufszentren wert. Das Problem ist nur dass man dann auch etwas kaufen will und ich habe das Problem vor allem in Osu dass ich zu viele Sachen kaufen will, auch wenn jedes Einzelstück nicht so teuer ist läppert sich das doch sehr schnell, man muss also ein wenig vorsichtig sein.

So sieht also ein Einkaufsbummel in Nagoya aus, bin darauf gespannt wie es in Tokyo ist.

Warum ist Kanji lernen so schwer für mich

Die Zwischenprüfungen stehen an und dazu gehören auch alle bisher „gelernten“ Kanji. In den Kurztests mache ich immer nur kleine Fehler und kann alle Kanji, aber die bisher gelernten sind shcon längst wieder vergessen! man lernt Kanji eben durch benutzen.

Kanji lernen ist aber auch fürs Kurzzeit Gedächtnis eine Aufgabe und ich muss es dann ja auch noch auf englisch lernen was das alles durchaus eine Stufe schwieriger macht. Ich will hier mal ein paar Beispiele geben, denn wer keine Ahnung von Kanji hat kann es wohl kaum nachvollziehen.

Das Problem beim lernen von Kanji ist für mich Schreibung, Ausspracheu nd bedeutung zu lernen. Dies wird besonders dadurch erschwert, dass ein und das selbe Kanji nicht nur unterschiedliche aussprachen haben kann, sondern auch noch unterschiedliche Bedeutungen! Wenn man über Kanji ließt heißt es immer es gäbe zwei Aussprachen, die japanische und die chinesische. Wenn man mich fragt totaler Quatsch! Es gibt oft wesentlich mehr Aussprachen. Um mal das einfachste Beispiel zu nehmen: 日 hi = Tag, aber: 日曜日 der Sonntag wird nichi-you-bi ausgesprochen. (ich mache die – um zu verdeutlichen welches Kanji wie gesprochen wird) damit haben wir schon mal drei Arten dieses Kanji zu lesen. Noch ein Beispiel von den Kanji die ich gerade lerne ist 親, 親しい das erste wird „oya“ gesprochen und heißt Elternteil, so gibt es etwas 父親 chichi-oya (Vater) und  母親 haha-oya (Mutter). Das zweite hat kein weiteres Kanji enthalten sollte der Regel nach also oya-shii ausgesprochen, wird es aber nicht! Es wird shita-shii ausgesprochen und heißt „intim“. Mit dem selben Kanji gibt es dann noch 親切な shin-stesu-na was freundlich/nett heißt, also eine dritte aussprache.

Tatsächlich hat ein einfaches Kanji wie 下 shita (unten) ewig viele aussprachen je nachdem in welchem Wort es vorkommt! Das macht es ungemein schwerer Kanji zu lernen denn selbst wenn man ein Kanji erkennt heißt es nicht, dass man sich die Aussprache merken kann und oft kann man sie auch nicht von schon bekannten Kanji mit dem selben Kanji deduzieren weil sie vollkommen anders ist!

Auch die Zusammensetzung mancher Wörter ist etwas wirr und man fragt sich warum die so zusammengesetzt sind, etwa 夫人 fu-jin, heißt Mrs. Madam oder bei und Frau … aber der erste Teil ist das Kanji für Ehemann (das zwei für Person). Man kann es zwar damit erklären dass die Frau ja geheiratet hat, also einen Ehemann hat, aber es gibt ein Kanji für Ehefrau und zwar 妻 tsuma. Es würde doch Sinn machen dieses zu verwenden immerhin signalisiert es ebenfalls den Status der Verheiratet-seins.

Auch schön ist 青信号 ao-shin-go, was „grünes Licht (bei einer Ampel) bedeutet, aber ao heißt blau. Und es ist nicht so als wären die Ampeln hier blau wenn man die Straße überqueren darf, auch hier werden sie grün. Warum es also so gebildet wird ist mir ein Mysterium.

So viel also zu meinem Kanji lernen hier, es ist wirklich frustrierend kann ich nur sagen und ich komme echt nicht hinterher. Aber ich kann immerhin ein paar mehr als bevor ich hergekommen bin.

Wie hiked man im Yukata

Das werden sich einige Japaner gefragt haben, die mich gestern gesehen haben.

Ich war mit einer finnischen Austauschstudentin in Tsumago und Magome im Kiso Tal. Das Tal ist besonders berühmt für sein Holz das früher über den großen Kiso Fluss an viele größere Städte geschickt wurde. Etwa nach Inuyama, tatsächlich ist das schloss aus Holz aus Kiso gebaut.

 

So viel zum Hintergrund wissen, aber das war nicht der Grund für unseren Tagesausflug dorthin, es ging uns um die alten Häuser. Es gibt  kleinere Städte zu denen die beiden gehören die noch vollkommen aus alten Häusern (wie denen in Takayama) bestehen, aus Autenzitätsgründen wurde hier sogar auf die Elektro-Kabel verzichtet!

Und genau darum war ich entschlossen in meinem neu gekauften Yukata dort hinzugehen und schöne Fotos zu machen! Nur dass man vom Bahnhof bis Tsumago fast zwei Kilometer wandern muss und von Tsumago nach Magome noch einmal sieben Kilometer, wobei ich mutmaße dass das Luftlinie war und die Städte in Gifu, also mitten im Gebirge sind, ihr könnt euch also das Auf-und-Ab vorstellen.

Wir sind durch ganz schön viel Wald gewandert.

Ich mag die Japanischen Wälder übrigens sehr! die sehen immerhin so richtig nach Wald aus, alles wächst kreuz- und quer und es ist gerade zu ein Meer von Grün.Habe so etwas in Deutschland so jedenfalls noch nicht gesehen, da stehen alle Bäume immer in Reih- und Glied weil es eh fast keine nicht angelegten Wälder mehr gibt. Zumindest nicht im Nord-Westen.

Wir sind sogar an noch einem Wasserfall vorbeigekommen.

Zwar nicht so beeindruckend wie die Wasserfälle in Kokufu aber trotzdem sehr schön anzusehen. Auch nach über zwei Stunden herumlaufen in einem Yukata und ohne Wanderschuhe!

Auf unserem Weg sind uns ein paar Japaner begegnet, recht am Anfang der Stecke hat uns ein Passant gefragt wo es denn hinginge, Magome und er meinte nur „Ah, souka, ganbatte“ (Ach so, viel Erfolg) und wenn sich das nicht zumindest teilweise auf dne Yukata bezog spinne ich. Und einpaar Jungs die uns mit ihrem Vater überholt haben haben nur dumm gegrinst.

Im großen und ganzen wurde er aber bewundert! Ich bin mal wieder auf Urlaubsfotos wildfremder Japaner zu sehen und nicht selten gab es ein „Kireine“ (hübsch) zu hören. Hat sich also gelohnt, oder?